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Das Sammelgebiet umfasst nur 35
verschiedene Marken und nur wenige Ganzsachenausgaben. Das erscheint auf den
ersten Blick recht übersichtlich. Aber die Zeit der AM-Post Marken war
keineswegs übersichtlich, so dass es sehr viele verschiedene Nischen
gibt, auf die man sich stürzen kann, um seine eigene Sammlung
aufzubauen.
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| Druck | Papier | Bogenränder | Zähnungen | Abarten | Portostufen | Stempel |
| Ganzsachen | Postgeschichte | |||||
Bei allen drei Ausgaben wurden während der verschiedenen Druckphasen
teilweise auch unterschiedliche Papiersorten eingesetzt.
Bei den unterschiedlichen Ausgaben werden teilweise die gleichen Bezeichnungen
verwendet, es kann aber sein, dass die Papiereigenschaften erheblich voneinander abweichen.
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x-Papier |
dickes, glattes, weißes Papier, kräftige Farben, 0,11mm (1. Auflage) |
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y-Papier |
dünnes, glattes, weißes Papier, kräftige Farben, 0,08 bis 0,09 mm (1. Auflage) |
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z-Papier |
dickes, raues wolkiges Papier, das graustichig bzw. gelblich bis bräunlich ist und holzartige Einschlüsse hat und matte Farben, 0,10 bis 0,12 mm (mehrere Auflagen) |
Beim Englischen Druck kamen ebenfalls drei verschiedene Papiersorten zum
Einsatz:
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x-Papier |
weißes Papier mit dicker gelblicher Gummierung, 0,09 bis 0,10 mm (1. Auflage) |
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y-Papier |
dünnes, transparentes, weißes Papier mit gelber, glatter Gummierung, 0,065 bis 0,085 mm (1. Auflage) |
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z-Papier |
dünnes, kaum
transparentes und leicht gelbliches Papier, |
Beim Deutschen Druck kennt man folgende Papiersorten:
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v- Papier |
ähnlich dem x-Papier, die Farben unterscheiden sich aber im UV-Licht |
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w-Papier |
Kartonpapier, weiß-gelblich, teils mit bräunlicher Gummierung, sonst ohne Gummi |
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x- Papier |
weißes bis leicht
graustichiges, glattes, glasiges, dünnes Papier mit glänzend streifiger
Gummierung, |
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y- Papier |
dickes, graustichiges, schlechtes Papier (unter der UV-Lampe wird die Farbe violettgrau), flach steigende Papierstreifung, diagonal genetzte Gummierung, 0,09 mm (wird auch als Bremer Papier bezeichnet) |
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z- Papier |
weißes bis leicht getöntes Papier, 0,07 bis 0,095 mm (wird auch als Alfelder Papier bezeichnet) |
Auf eine bildliche Darstellung wurde an dieser Stelle verzichtet, da die Unterschiede teilweise nur schlecht zu erkennen sind.
Wem die Marken nicht ausreichen, der kann sich um die Bogenränder kümmern. Von den Beschriftungen beim Amerikanischen Druck, seinen Schnittlinien, über die Plattennummern, die Passkreuze und Passerlöcher beim Britischen Druck bis hin zu den Bogenzählnummern, Packer- und Kontrollkürzeln gibt es ein weites Betätigungsfeld. Eine kleine Auswahl von Bogenrandzudrucken zeigen die folgenden Bilder:
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| Amerikanischer Druck Schnittlinien |
Amerikanischer Druck Plattennummer |
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Britischer Druck |
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| Deutscher Druck ohne Bogenzählnummer |
Deutscher Druck vierstellige Bogenzählnummer |
Als Zähnung wird in der Philatelie die Anzahl der Zähnungslöcher auf einer Strecke von 2 cm definiert. Es hat sich eingebürgert, dass die Zähnung mit einer Genauigkeit von 0,25 (1/4) angegeben wird.
Um nicht immer die Anzahl der Löcher messen zu müssen, gibt es sogenannte Zähnungsschlüssel aus Papier (nicht mehr zeitgemäß) oder aus Plastik. Um auch Marken auf Belegen messen zu können, sollten Sie bei einer Neuanschaffung darauf achten, dass die Folie durchsichtig ist.
In letzter Zeit haben sich elektrische oder Computer-gestützte Mess-Systeme etabliert. Nähere Auskünfte erhalten Sie im Fachhandel.
| Amerikanischer Druck | Zähnung zwischen 10 3/4 und 11 | keine Unterscheidung zwischen den Zähnungen | |||
| Britischer Druck | A | 141/4 | Verzähnungen kommen immer wieder vor. Sie
reichen von kleineren Verschiebungen der Zähnung, über total verzähnte
Marken bis hin zu einseitig ungezähnten Marken. Um bei den einseitig ungezähnten Marken die Echtheit beweisen zu können, ist es notwendig, diese im Paar oder mit kpl. Bogenrand zu sammeln. Weitere Zähnungen können theoretisch vorkommen, werden aber bisher nicht katalogisiert. |
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| B | 141/4 : 141/2 | ||||
| C | 141/4 : 143/4 | ||||
| D | 141/2 : 141/4 | ||||
| E | 141/2 | ||||
| F | 141/2 : 143/4 | ||||
| G | 143/4 : 141/2 | ||||
| Deutscher Druck | A | 11 | Zähnungen mit 103/4 kommen ebenfalls vor, werden aber nicht katalogisiert. | ||
| B | 11 : 111/2 | ||||
| C | 111/2 :11 | ||||
| D | 111/2 |
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Zähnung A |
Zähnung B |
Zähnung C |
Zähnung D |
Weitere, allgemeine Hinweise zur Zähnung:
Manche Sammler nutzen auch eine geprüfte Marke als Vergleichsstück. Man legt dann einfach die Marke mit der bekannten Zähnung über / unter die andere Marke und kann dann feststellen, ob die Zähnung gleich, größer oder kleiner ist.
Sie sehen, dass es viele Methoden gibt, die Zähnung einer Marke zu bestimmen.
Bei allen drei Drucken kommt eine Unmenge von Abarten vor. Der Blick in den "Deutschland Michel Spezial" gibt einen ersten Eindruck über die Vielfalt der Abarten. Aber das dort Gelistete ist nur eine kleine Menge der Abarten/Druckzufälligkeiten, die es zu entdecken gibt. Machen Sie sich auf die Suche. Egal ob Sie postfrisch, gestempelt oder gar Abarten auf Brief sammeln wollen - Sie werden Ihre (Entdecker-)Freude haben. Ein kleiner Vorgeschmack, was Sie erwartet, wenn Sie sich auf die Abarten stürzen, ist hier zu sehen.
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Abart 6 VIII |
Abart 21 I |
Abart 34 I |
Für viele Sammler ist eine Portostufensammlung das Salz in der Suppe. In den
wenigen Monaten, in denen die AM-Post Marken Gültigkeit besaßen, gab es zur
Freude der heutigen Sammler sogar eine Portoänderung für die meisten Tarife. Bis zum
28.2.46 waren die alten Tarife des Deutschen Reiches gültig, ab dem 1.3.46
galten dann neue Tarife.
Da sich die meisten Einsteiger sicherlich für die gängigsten Portostufen interessieren, sind
diese hier aufgelistet. Für das vertiefende Studium sei auf die
einschlägige Literatur verwiesen.
| Beschreibung | Inland | Ausland | ||
| bis 28.2.46 | ab 1.3.46 | ab 1.4.46, vorher kein | ||
| Ortstarif | Postkarte | 0,05 | 0,10 | Auslandsverkehr zugelassen |
| Brief bis 20 gr. | 0,08 | 0,20 | ||
| Brief von 20gr - 250 gr. | 0,16 | 0,30 | ||
| Drucksachen bis 20 gr. | ||||
| Fernverkehr | Postkarte | 0,06 | 0,12 | 0,45 |
| Brief bis 20 gr. | 0,12 | 0,24 | 0,75 | |
| Brief von 20gr - 250 gr. | 0,24 | 0,48 | 1,20 | |
| Drucksachen bis 20 gr. | 0,03 | 0,06 | ||
| Gebühren | Einschreiben | 0,30 | 0,60 | |
| Eilzustellung | 0,40 | 0,80 | ||
| Wertbrief bis 100 RM / DM | 0,50 | 1,00 | ||
Aus der AM-Post Zeit gibt es häufig überfrankierte Belege.
Noch ein Gebiet, auf dem man sich so richtig austoben kann. Was während der
AM-Post Zeit auf Grund der turbulenten Zeiten alles an Stempeln verwendet
wurde, ist nahezu unglaublich. Es wurden Stempel, die etwa seit Gründung des
Deutschen Reiches eingelagert waren, wieder aus dem Keller geholt und
verwendet. Es gibt verschiedene Normstempel (Zweikreisstempel, Kreisstegstempel
mit Gitterbogen, Kreisstegstempel mit
Bogen), Handrollenstempel, Ortswerbestempel,
Maschinenstempel usw., usw. Natürlich sollten auch die verschiedenen Notstempel
nicht vergessen werden. Auf diesem Gebiet gibt es sicherlich noch einiges an
Neuem zu entdecken.
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Einkreisstempel (Alt-Württemberg) |
Handrollstempel |
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Kreisstegstempel mit Bogen |
Sonderstempel |
Zweikreisstempel |
Ganzsachen sind Formulare aller Art, die durch einen aufgedruckten Wertstempel oder einen gleichwertigen Freivermerk die Inanspruchnahme einer im voraus bezahlten postalischen Dienstleistung ermöglich und zur Beförderung von Daten oder Gegenständen dienen.
Während der AM-Post-Zeit wurden in der amerikanischen und britischen Zone, dem Verwendungsgebiet der AM-Post-Wertzeichen folgende Arten von Ganzsachen herausgegeben:
Dauerausgaben: der eingedruckte Wertstempel
entspricht dem Muster einer Freimarke oder der Werteindruck wurde für die
Ganzsachenausgabe eigens gestaltet.
Die Ausgabevielfalt ist im Bereich AM-Post-Dauerausgaben beschränkt. In der
britischen Zone und in Bayern wurde jeweils eine 5-Pf-Orts- und eine
6-Pf-Fernpostkarte herausgegeben, die sich in den Farbe der Wertstempel und in
der Formulargestaltung unterscheiden (Abb. 1 und 2).
Im Bereich der RPD Stuttgart wurde eine 5-Pf-Orts- und eine 6-Pf-Fernpostkarte
mit einem eigens gestalteten Wertstempel herausgegeben (Abb. 3).
Notausgaben: provisorischer Freivermerk durch
Handstempelaufdrucke „Gebühr-bezahlt“ oder maschinelle Freistempler auf
Formularen jeglicher Art, die am Schalter verkauft wurden.
Entscheidend ist bei den Notausgaben der provisorische Handstempel- oder
Freistempelaufdruck. Das verwendete Formular spielt nur eine untergeordnete
Rolle für die Katalogisierung der einzelnen Ausgaben.
Von besonderem Interesse sind die aufgewerteten AM-Post-Dauerausgaben nach der
Portoerhöhung vom 1.3.1946 (Abb. 4-7). Zusätzlich gibt es aus der AM-Post-Zeit
auch noch eine Vielzahl weiterer Ausgaben auf den unterschiedlichsten
Formularen, in den unterschiedlichsten Herstellungsvarianten.
Daneben gibt es noch Aufbrauchausgaben (Freivermerk im Buchdruckverfahren auf alten Vorkriegsformularen, speziell alten Hitlerganzsachen – Abb. 8 und 9) und Behelfsganzsachen (Freivermerk im Buchdruckverfahren auf neuen Nachkriegsformularen - Abb. 10).
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| Abb. 1 (Britisch) | Abb. 2 (Bayern) | |
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| Abb. 3 (RPD Stuttgart) | Abb 4 | |
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| Abb. 5 | Abb. 6 | |
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| Abb. 7 | Abb 8 | |
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| Abb. 9 | Abb 10 |
In der Bearbeitung